St.-Georgs-Kirche im koptischen Kairo

Tausend Eindrücke: Koptsches und islamisches Kairo

So viele verschiedene Impressionen wie gestern habe ich bisher selten an einem Tag erleben können. Der ursprüngliche Tagesplan lautet: „Die Hängende Kirche besuchen“. Ich verabrede mich um die Mittagszeit (oder wie ein Ägypter sagen würde: früh am Morgen) mit Yara, einer Couchsurferin aus Kairo. Wir hatten uns bereits an 2 vorangegangenen Tagen getroffen, weshalb sofort auf ins Abenteuer gehen kann. Faul wie wir sind, nehmen wir uns ein Uber in koptische Kairo. Aber auch eine Metro-Statio ist direkt vor Ort.

Wandpaneel einer koptischen Kirche in Kairo
Wandpaneel einer koptischen Kirche

Kirchen über Kirchen in Kairo

So viele Kirchen an einem Ort habe ich noch nie gesehen. Von klein und unscheinbar bis groß und prächtig ist alles vertreten. In dem flächenmäßig kleinem Areal besuche ich 8 verschiedene Kirchen und eine Synagoge. Die Hauptattraktion ist die Hängende Kirche, deren Name daher rühert daher, dass das Kirchenschiff über einem Durchgang „hängt“. Sie ist einer der ätesten Kirchen Ägyptens und stammt aus dem 3. Jahrhundert,

Auch wenn hier viele Besucher unterwegs sind, ist der Distrikt nicht überlaufen, was einen Besuch angenehm macht. Insgesamt verbringe ich dort ca. 2 Stunden.

Und jetzt in die Moschee

Gleich neben dem koptischen Bezirkt liegt die Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs, der ersten Moschee ganz Afrikas aus dem 7. Jahrhundert. Die gehen wir uns jetzt anschauen. Mittleiweile ist auch noch ein Freund von Yara zu uns gestoßen und wir sind jetzt zu dritt unterwegs

Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs in Kairo
Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs

Ich genieße die Ruhe und verbringe dort mehr oder weniger 20 Minuten. Anschließend machen wir uns auf den Weg zu einem Restaurant.

Koran in der Moschee des ʿAmr ibn al-ʿĀs

Blick über ganz Kairo und Getümmel auf der Muizz-Straße

Nachdem wir uns satt gegesen haben, nehmen nehem wir uns ein Uber, ohne dass ich weiß, wohin wir fahren. Es geht gefühlt wieder quer durch die Stadt und dann ein ganzes Stück bergauf. Am Ziel finden wir einige Cafés von denen wir weit über die Stadt blicken können. Café bedeutet, wie oft in Kairo, dass ein paar billige Gartenstühle herumstehen. Der größte Teil der Kundschaft raucht Shisha. Wir wählen uns die mit Abstand schönste Lokalität. Auf Decken und Kissen sitzen wir gemütlich auf dem Boden und trinken einen Tee. Bei dem Blick vergeht eine Stunde wie im Flug. Bevor ich mich in versuchen verliere, zu erklären, wo ich war, hier der Link zu Google Maps.

Blick über Kairo

Als letzter Tagesordunungspunkt steht darauffolgend ein Besuch der Muizz-Straße, einer der ältesten Straßen Kairos, an. Wir stürzen uns ins Getümmel. Zwischen den historischen Gebäuden kaufen wir uns Krapfen mit Honig und ich muss mich standhaft dagegen weigern, mich in „ägyptischer“ Kleidung fotografieren zu lassen. Die Straße entwickelt sich zu einem rießigen Open-Air-Souvenierladen.

Souvenir-Läden auf der Muizz-Straße in Kaira
Souvenir-Läden auf der Muizz-Straße in Kaira

An deren Ende angelangt, werfen wir noch einen Blick  in die Imam-Husain-Moschee. Um 22 Uhr mache ich mich dann auf den (Fuß-)Weg zum Hostel.

 

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