Reiseapotheke für Backpacker

Reiseapotheke für Backpacker

Vor jeder Reise stehe ich wieder vor der Aufgabe, mir zu überlegen, wie meine Reiseapotheke aussehen soll. Glücklicherweise bin ich, bis auf wenige Erkältungen, bisher immer von medizinischen Zwischenfällen verschont geblieben. Trotzdem erspart es im Fall der Fälle viel Zeit, Geld und Nerven, das Wichtigste von Daheim mitgebracht zu haben. Klar erfordert eine Städtereise in Europa eine andere Vorbereitung als ein mehrwöchiger Backpacking-Trip durch Afrika. Die folgende Aufzählung soll als Gedankenstütze dienen – auch für mich selbst.

Alle vorgestellten Wirkstoffe habe ich auf eine günstige Variante des Medikaments auf apo-discounter.de verlinkt. Damit möchte ich es dir erleichtern, deinen Warenkorb zusammenzustellen. Außerdem erhalte ich eine kleine Provision.

Wenn du keine Lust hast, den ganzen Test zu lesen, kannst du dir auch gleich meine Reiseapotheken-Checkliste herunterladen. Darin habe ich alle in diesem Beitrag vorgestellten Medikamente übersichtlich aufgeführt.

Medikamente gegen Durchfall beim Backpacking

Reisedurchfall ist eine der am häufigsten überhaupt auftretenden Reisekrankheiten überhaupt. Ursächlich dafür ist, dass durch die plötzliche Umstellung der Ernährung (oder einfach mangelnder Hygiene) deine Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät. Besonders risikoreich sind in diesem Zusammenhang Lateinamerika, Afrika und Asien. Bei einem Trip in eines dieser Gebiete solltest du Durchfallmedikamente in deine Reiseapotheke packen.

Zur symptomatischen Behandlung von Durchfällen kannst du Loperamid Akut nutzen. Besser bekannt ist dieses Medikament auch unter dem Handelsnamen Imodium akut. Es reduziert die Darmtätigkeit, wodurch mehr Flüssigkeit und Elektrolyte durch den Darm aufgenommen werden können. Ich selber würde nur im Notfall, zum Beispiel vor einer langen Busfahrt, zu Loperamid greifen. Persönlich bin ich eher froh, wenn eventuelle Erreger aus meinem Darm raus sind 😉

Kohle-Compretten bestehen ausschließlich aus medizinischer Kohle. Diese binden nicht nur Flüssigkeit und verfestigen somit den Stuhlgang. Außerdem werden auch Giftstoffe gebunden. Deswegen sollen Kohle-Compretten nicht nur symptomatisch helfen, sondern auch die Ursache bekämpfen. Auch bei Lebensmittelvergiftungen unterstützen dich diese Tabletten.

Auch wenn du auf ein Medikament gegen Durchfall in deiner Reiseapotheke verzichten möchtest, solltest du auf einer längeren Backpacking-Reise in jedem Fall ein Mittel zur Herstellung einer Elektrolyt-Lösung dabei haben. Diese soll den übermäßigen Wasser- und Elektrolytverlust während einer Durchfallerkrankung ausgleichen.

Und dann gibt es da noch Tannacomp. Im Gegensatz zu Loperamid und den Kohle-Compretten wird dieses Medikament damit beworben, dass es ab Reisebeginn auch vorbeugend gegen Reisedurchfall genommen werden kann. Während ich kein Freund davon bin, Tabletten zu nehmen, bevor ich überhaupt krank bin, wollte ich euch diese Möglichkeit nicht vorenthalten. Das Mittel wirkt ebenfalls gegen eine schon bestehende Durchfallerkrankung. Dabei schränkt es aber die Darmtätigkeit nicht ein.

Übelkeit

Einige Hersteller verkaufen ihre Mittel mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat mit dem werbewirksamen Namen Reisetabletten. Das natürlich im Regelfall zu einem höheren Preis – klingt ja auch irgendwie schöner, als der Wirkstoff 😀 Die Tabletten dienen zur Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Vor allem, wenn dir auf langen Fahrten schnell schlecht wird, kann dieser Wirkstoff dein Retter sein.

Schmerzenmittel für deine Reiseapotheke

Zahn-, Kopf- oder Gelenkschmerzen können auch während einer Reise plötzlich und unerwartet auftreten. In die Backpacker-Reiseapotheke gehört deswegen auf jeden Fall eines der folgenden Mittel. Trotz der teilweise unterschiedlichen Wirkung der Schmerzmittel, hat wahrscheinlich jeder einen Favoriten unter folgenden.

Paracetamol wirkt fiebersenkend und ist ein beliebtes Schmerzmittel, das oft (auch von mir) bei Erkältungssymptomen eingenommen wird.

Im Gegensatz zu Paracetamol wirkt Ibuprofen nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Bei entzündungsbedingten Schmerzen z.B. in Muskeln oder Gelenken ist es damit besser geeignet. Denn es schwächt nicht nur die Symptome, sondern unterstützt auch bei der Genesung. Ebenfalls wirkt Ibuprofen fiebersenkend.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) ist eher unter dem Markennamen Aspirin der Bayer AG bekannt. Wirkstoffgleiche Varianten anderer Hersteller sind jedoch zu einem Bruchteil der Kosten erhältlich. Wie Ibuprofen ist auch ASS entzündungshemmend und fiebersenkend. Ein Nachteil ist, dass ASS blutverdünnend wirkt.

Versorgung von Verletzungen

Zur Wundversorgung lohnt es sich, immer ein paar Dinge dabei zu haben. Manchmal gibt es im Supermarkt auch günstige Motorradverbandstaschen, die schön kompakt sind. Eine Schere ist zum schneiden der Pflaster gut. Allerdings achte darauf, dass du die nicht aus Versehen versuchst, auf einem Flug im Handgepäck zu transportieren.

Sonstige Medikamente

Ich selbst bin zum Beispiel prädestiniert dafür, auf jeder noch so kleinen Reise Lippenherpes zu bekommen (ihhh). Mit Aciclostad bekomme ich das schnell wieder unter Kontrolle, bzw. lasse es gar nicht erst richtig ausbrechen.

Viele scheinen auch darauf zu schwören, ein Fieberthermometer dabei zu haben. Ich persönlich halte das für nicht so essentiell und habe bisher noch nie eins eingepackt.

Planst du an einem Tauchlehrgang teilzunehmen, oder auch nur viel im Wasser zu sein, solltest du an Ohrentropfen denken. Denn dabei kannst du dir schnell eine Entzündung im Ohr einfangen.

Hydrocortison wirkt entzündungshemmend und mindert Juckreiz sowie Rötungen. Dadurch eignet es sich sowohl zur symptomatischen Behandlung von Sonnenbrand als auch Insektenstichen. Dieses ist ebenfalls anstatt als Salbe als Hydrocortison Spray erhältlich. Damit sparst du dir das schmerzhafte Einreiben deines Sonnenbrandes 😉

Eventuell hast du auch Interesse daran, Mittel gegen die Symptome einer Erkältung einzupacken:

Gar nicht erst krank werden: Mittel zur Vorbeugung

Handdesinfektion kann wichtig sein, wenn zum Beispiel nach dem Toilettengang keine Waschmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn du dir über die hygienischen Bedingungen, die auf deiner Reise herrschen werden, nicht sicher bist, empfehle ich dir zumindest eine kleine Flasche Handdesinfektion mitzunehmen.

Je nach Reisegebiet ist ein guter Mückenschutz nicht nur dazu da, lästig juckende Stiche zu verhindern, sondern ernsthafte Krankheiten zu vermeiden. Einerseits ist ein Mückenspray mit langanhaltender Wirkung ein guter Schutz. Andererseits solltest du für bestimmte Regionen ein Moskitonetz einpacken.

Es könnte so einfach sein, aber wie oft habe ich schon im Urlaub ohne Sonnenschutz dagestanden, weil ich die Creme vergessen habe. Bisher habe ich dann unterwegs immer ein vielfaches davon bezahlt, was es mich in Deutschland gekostet hätte. Auch hierzulande legst du in einer Apotheke schnell mal 10 Euro für 100ml Sonnencreme auf den Tisch. Im Drogerie- oder Supermarkt gibt es die gleiche Menge schon für unter 3 Euro. Deswegen habe ich dich in diesem Fall statt zu apo-Discounter.de zu Rossmann verlinkt 😉 Da ich empfindliche Haut habe, nehme ich immer Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 mit auf die Reise.

Wo kaufst du deine Medikamente für dein Reiseabenteuer?

  • Am teuersten wird es wahrscheinlich bei deiner Apotheke um die Ecke, zumal wahrscheinlich nicht jeder Wirkstoff in seiner günstigsten Variante verfügbar ist.
  • In einer Online-Apotheke wie apo-discounter.de hast du eine große Auswahl, ohne dass dir in einer Beratung eventuell ein wirkstoffgleiches aber teureres Produkt empfohlen wird. Zumal die Preise eben aufgrund dieser wegfallenden Beratung meistens niedriger sind.
  • Am günstigsten ist es, wenn du die apothekenpflichtigen Medikamente in einer Online-Apotheke bestellst und den Rest, wie Sonnencreme und Pflaster in einer Drogerie wie Rossmann kaufst. Mit dieser Kombination kommst du am preiswertesten davon.

Zusammenfassung – Was muss nun wirklich in deine Reiseapotheke?

Puhhh … über die schiere Menge der aufgeführten Pillen, Salben und Sprays bin ich am Ende – eventuell genau wie du – überrascht. Auf keiner meiner Reisen habe ich bisher auch nur die Hälfte der erwähnten Medikamente mitgeführt. Schon alleine aus Platzgründen wäre das meiner Ansicht nach verrückt.

Meine Aufzählung soll dir (und wie ich eingangs schrieb, auch mir) eine Gedankenstütze sein, um auch nichts Wichtiges zu vergessen und stellt eine Art Maximum dar. Am Ende musst du dir aber Gedanken darüber machen, was du auch wirklich gebrauchen könntest. Mückenspray macht bei einem Wintertrip nach Schweden eventuell nicht so viel Sinn 😉

Hier noch mal ein Link zur PDF-Checkliste.

Was darf in deiner Reiseapotheke auf keinen Fall fehlen? Habe ich etwas vergessen? Schreib es in die Kommentare!

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