Einsame Straße durch die jordanische Wüste

Entdeckungsreise durch Jordanien

Und wieder ist der Grund für eine Reise ein günstiges Flugticket: für 140 Euro mit Aegean von Athen nach Amman und zurück. Also geht es auf nach Jordanien! Für den Preis bekomme ich wahrscheinlich nicht die Möglichkeit bald wieder dort hin zu kommen – und nach Athen kommt man mit Ryanair (z.B. ab Berlin) sowieso preiswert. Diesmal werde ich mit dem Auto unterwegs sein.

Aktuelle Flugangebote findest du beispielsweise auf Momondo. Meinen Mietwagen habe ich, wie meistens, bei CarDelMar gefunden.

Die Hauptstadt Amman

Der Flug landet mitten in der Nacht. Die Einreise erfolgt Problemlos. Zuerst komme ich zu einem Beamten, der mir das Visum in den Pass stempelt, wonach es dann beim nächsten den eigentlichen Einreisestempel gibt. Das Auto ist schnell entgegengenommen und los geht’s. Das von zu Hause mitgebrachte Navi wird aktiviert und leitet mich sicher in die Stadt. Un meiner Unterkunft angekommen, klingel ich mehrmals an der Tür, ohne dass sich etwas tut. Ich werde schon etwas nervös, als dann doch der schlaftrunkene Rezeptionist die Tür öffnet. Das Mehrbettzimmer des Sydney Hotels habe ich für mich allein.

Unterwegs in Amman
Unterwegs in Amman

Römisches Theater und Zitadelle

Nach einem Spaziergang ins Stadtzentrum erreiche ich das römische Theater, dessen Besuch in einer halben Stunde erledigt ist. Viel mehr als die Treppen rauf und wieder runter gehen kann man dort nicht. Ein imposantes Bauwerk ist es allemal und ein Besuch lohnenswert.

Für den Besuch der Zitadelle brauche ich dann doch mindestens 2 Stunden. Ein Grund dafür ist der grandiose Rundblick über Amman.

Essen in Amman

Egal zu welcher Tageszeit: Ein schnelles Essen in perfekter Qualität bekommt man für kleines Geld im Hashim Restaurant. Zwar musste ich die eine oder andere Minute warten um einen freien Tisch zu bekommen, aber das war es allemal wert. Falafel, Houmous, Gemüse, Fladenbrot und Tee: Ich bekomme den Tisch vollgeladen und genieße das leckerste Fast Food, das ich je gegessen habe. Für den späteren kleinen Hunger auf was Süßes gibt’s im Zentrum Habibah Sweets. Treffender als ich es in einer Tripadvisor-Bewertung gelesen habe, kann ich den Laden nicht beschreiben:

Das ist der tollste arabische Süßkram den man bekommen kann – warm, süß und fettig!

Genau gesagt handelt es sich dabei um Kanafeh. Das Café an sich ist ein bisschen versteckt und unscheinbar. Am einfachsten findet man es, indem man nach einer langen Menschenschlange sucht 😉 Die 15 Minuten Wartezeit sind auch hier mehr als gut investiert. Unterwegs in der Stadt gönne ich mir auch zwei mal einen frischen Zuckerrohrsaft, den ich ebenfalls nur empfehlen kann.

Tagesausflüge von Amman – Jordanien

Bei der Planung meiner Tagesausflüge habe ich mich an den im Jordanpass inkludierten Sehenswürdigkeiten orientiert. Der Eintritt zu allen Sehenswürdigkeiten ist mit dem Pass kostenlos, soweit ich es nicht anders vermerkt habe. Für wen sich der Jordanpass eignet, habe ich in diesem Beitrag erläutert.

Los geht’s mit einem kurzen Video meiner Reise durch Jordanien – etwas wackelig, aber gut, um einen ersten Eindruck zu sammeln 😉 Gefilmt und zur Verfügung gestellt von meiner Reisebegleitung Anne.

Wüstenschlösser

Von Amman aus geht es nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Runde durch Amman los, Wüstenschlösser zu sehen. Und zwar in dieser Reihenfolge:

  1. Qasr Al-Azraq
  2. Quseir Amra
  3. Qasr Al-Kharranah
  4. Qasr Al-Mushatta

Das besondere am UNESCO Weltkulturerbe Quseir Amra sind seine teilweise erhaltenen Wandmalereien aus dem 8. Jahrhundert. Der Kassierer und Führer Mubarak ist mehr als erfreut Besucher empfangen zu dürfen und führt mich ambitioniert durch „sein“ Schloss. Bei einer Tasse Tee erklärt er anschließend, dass es diesen Tag erst einen weiteren Besucher gab, obwohl es schon relativ spät am Nachmittag war.

Jerash

Jeder der gern Säulen sieht, sollte unbedingt mal nach Jerash gefahren sein 😆 Aber mal ganz im Erst: Nur rund 40 km von Amman entfernt verbringe ich dort gern die eine oder andere Stunde und bestaune die Überreste riesiger Bauwerke. Ich laufe durch Säulenstraßen, bin fasziniert von Ruinen fast 2000 Jahre alter Tempel und habe das Glück, im Amphitheater in eine Musikvorführung zu stolpern.

Säulen in Jerash, Joranien
Unzählige Säulen in Jerash

Auch wenn es gar nicht auf dem Weg liegt, geht es vor der Rückkehr nach Amman noch zu einem Abstecher auf Mount Nebo. Von dort aus habe ich, wie einst Moses, einen grandiosen Überblick.

Sonnenuntergang am Mount Nebo, Jordanien
Sonnenuntergang am Mount Nebo

Das Tote Meer – einfach mal treiben lassen

Für mich ist das Tote Meer ist ein Must See und mit nur 45 Minuten Fahrzeit von Amman stellt sich keine Frage – auf geht’s. Aufgrund der felsigen und steilen Küste ist es leider nicht möglich, „wild“ baden zu gehen und ich komme nicht herum, Eintritt zu zahlen. Es bieten sich 2 Möglichkeiten: Ein einfacher Strandzugang für 10 Dinar (~11 Euro) oder aber am benachbarten OH Beach Resort für das doppelte. Dort gibt es zusätzlich zum Strandzugang noch mehrere Pools und Liegen.

Schlussendlich entscheide ich mich für die teurere Variante. Denn für einmal ins Meer gehen sind mir die 10 Dinar zu teuer, aber für einen ganzen Tag Aufenthalt bietet das Resort mehr. Zusätzlich gibt es dort auch noch Restaurants. Ob der Preis tatsächlich angemessen ist, darüber lässt sich bei beiden Möglichkeiten streiten. Schlussendlich bin ich aber froh, diese Erfahrung zu machen.

Totes Meer in Jordanien

Umm Quays

Da ich auch nach meinem Besuch in Jerash noch nicht genug Säulen gesehen habe, geht es jetzt direkt an die Grenze zu Israel sowie den Golan Höhen. Umm Quays ist eine weitere beeindruckende Ruinenstätte. Mein persönlicher Höhepunkt ist aber der faszinierende Blick über den See Genezareth, der sich am Fuße der Anhöhe erstreckt und zum greifen Nah zu erscheint.

Für die letzte Dosis römische Säulen an diesem Tag lege ich auf dem Rückweg nach Amman einen Stopp in Pella ein. Das Kassenhäuschen ist zu, aber kurz nachdem das Auto abgestellt ist, tauchen ein paar Kinder auf, die darauf bestehen Eintritt kassieren zu wollen. Aber den Dinar hatte ich gerade noch über 🙂

Madaba – auf dem Weg nach Petra

Auf dem Weg nach Petra lege ich einen Halt in Madaba ein. Denn der eigentliche Besuch von Petra steht erst den nächsten Tag an. Über den Aufenthalt in der Felsenstadt habe ich hier geschrieben.

Hauptgrund des Zwischenstopps ist der Besuch der griechisch-orthodoxen Kirche, in der sich eine Karte Palästinas aus dem 6. Jahrhundert befindet. Damit stellt dieses Bodenmosaik die älteste bekannte Darstellung der Region dar. Für den Eintritt ist ein Ticket zu kaufen.

Karte des Heiligen Landes in Mabada, Jordanien

Weiterhin besuche ich in Madaba den Archäologischen Park, wo es weitere faszinierende Mosaike zu sehen gibt.

Auf dem Weg südlich Richtung Petra halte ich erneut am Shobak Castle. Von einem freundlichen und deutsch sprechendem Souvenierverkäufer in Madaba wurde mir empfohlen statt der Festung in Karak lieber die in Shobak zu besichtigen. Da Shobak außerhalb der Stadt liegt, ist dort weniger Verkehr und es besteht die Chance, die ganze Festung für sich allein zu haben.

Entspannung im Süden Jordaniens – Aqaba

Zu guter Letzt führt mich die Reise nach Aqaba – oder eigentlich sogar noch etwas weiter südlich, fast bis nach Saudi Arabien. Dort gibt es am Roten Meer einige Hotelanlagen, wo ich mir 2 Tage Entspannung pur an Pool und Meer gönne.

Und sonst so…

Da es mittlerweile auch schon anderthalb Jahre her ist, seit ich in Jordanien war, habe ich wahrscheinlich schon ein paar Details vergessen. Nichtsdestotrotz möchte ich mit diesen Infos einen kleinen Anstoß zu möglichen Aktivitäten im Land geben und hoffe, das ist mir gelungen.

Da ich relativ viel Zeit darin investiert habe, sämtliche Orte auf der Karte zu finden, plane ich in Zukunft noch eine Karte zu erstellen, auf der ich meine Angefahrenen Ziele in Jordanien markiere.

Um die Übersichtlichkeit zu wahren, habe ich zwei Punkten je einen extra Beitrag gegönnt:

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