Pyramiden von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh

Gestern gerade erst in Ägyten angekommen, geht es sofort zum ersten Highlight meiner Reise: den Pyramiden von Gizeh. Da ich schon einige Schauergeschichten darüber gehört habe, wie dort versucht wird, einem das Geld aus der Tache zu ziehen, mache ich mich nicht allein auf den Weg. Für etwas Benzingeld lasse ich mich von 2 Couchsurfern aus Kairo nach Gizeh begleiten. Vom Zentrum der ägyptischen Hauptstadt dauert es je nach Verkehrslage nämlich nur ungefähr eine halbe Stunde nach Gizeh.

Am Eingang: Studentenausweis nicht vergessen

… denn damit gibt’s 50% Rabatt auf den Eintritt. Ich habe natürlich keinen mit und bezahle den vollen Preis. Das sind für das volle Programm immerhin stolze 500 LE – also knapp 25 Euro. Allen mit auch nur schwach ausgebildeter klaustrophobischer Veranlagung rate ich vom Komplettpacket ab 😆 Dieser beinhaltet nämlich den Zutritt zu den Grabkammern in den Pyramiden. Diese sind über teils sehr niedrige, lange und schlecht belüftete Gänge zu erreichen. Die Mühe war es aber auf jeden Fall wert. Eine Alternative ist das Ticket nur fürs Gelände, welches mit 180 LE (~9 Euro) deutlich günstiger ist. Damit erlebt man die Hauptsache: den faszinierenden Anblick der Pyramiden von außen.

Vorsichtsmaßnahmen in Gizeh

Nach den Berichten, die ich im Vornherein gelesen habe, habe ich wesentlich schlimmere Zustände erwartet. Aber vielleicht hat sich alles auch wesentlich einfacher gestaltet, da ich mit 2 Einheimischen unterwegs war. Zwar gibt es viele, ja sehr viele, mehr oder weniger seriös wirkende Gestalten, die sich aber durch konsequentes und freundliches Ablehnen ziemlich schnell abwimmeln lassen.

Eine Pyramide in Gizeh

Wenn jemand aus heiterem Himmel anfängt Geschichten zu erzählen oder bereitwillig „versteckte“ Orte zeigen möchte, kann man sich sicher sein, dass dieser Jemand auch eine finanzielle Gegenleistung dafür erwartet.  Für den Fall des Falles helfen 50 LE in der Hosentasche weiter. So vermeidest du, dass der Gegenüber ein volles Portemonaie erspähen kann. So habe ich es mit einem Gegenüber gehandhabt, der mir einen (ungefragten) 10-Minütigen Votrag über den Tempel gehalten hat, der Durchaus diese 2,50 Euro wert war. Er bestand konsequemt auf mehr, was auch hier durch konsequentes aber freundliches (!) verneinen vermieden werden konnte. Hätte ich aber einmal mein Portemonaie gezückt, wäre ich mir nicht so sicher, ob am Ende noch etwas darin geblieben wäre.

Lauern auf zahlungswillige Kundschaft

Auch habe ich von Geschichten gehört, die einen Kamelführer erzählen: Der Weg von einer zur anderen Pyramide sei so weit, dass man unbedingt seine Leistung in Anspruch nehmen müsse. Sonst stünde einem ein 10km-Marsch bevor. Ja, für den Weg brauchst du eine Weile und in warmer Sommer-Sonne ist das bestimmt nicht Jedermanns Sache. Aber von einer Höllen-Tour ist es weit entfernt und durchaus machbar.

Wie kommt man am Besten nach Gizeh?

Mein erster Gedanke war, allein ein Uber dorthin zu nehmen. Und wenn du die Pyramiden von Gizeh auf eigene Faust erkunden willst, ist das die wahrscheinlich beste Variante. Sonst habe ich von Hostelmitbewohnen gehört, dass es schon für 600 LE geführte Touren (inkl. Transport und Guide). Am besten fand ich meine Variante: Auf Couchsurfing jemanden zu finden, der bereit ist, einen Ausflug zu den Pyramiden zu machen, ist mehr als einfach und sicher lustiger, als allein unterwegs zu sein. Wenn die dann noch, wie in meinem Fall, ein Auto dabei haben, ist alles noch viel entspannter 🙂

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